Über den Verein

Aktuelles und Geschichte des Schachklub Markdorf

Der Schachklub heute

📍 Spielabend: Jeden Freitag ab 19:30 Uhr
📍 Ort: Mehrgenerationenhaus (MGH) Markdorf, Spitalstraße 3, 88677 Markdorf
👥 Mitglieder: Ca. 35 aktive und 10 passive Mitglieder

Gäste willkommen Gäste - egal ob Anfänger oder Profis - sind jederzeit herzlich willkommen!

Vereinsturniere

Alljährlich wird eine Vereinsmeisterschaft durchgeführt. Am Vereinspokalturnier können sich Spieler aller Spielstärken beteiligen. Der Seniorenpokal für die über 60-jährigen und die Vereinsblitzmeisterschaft sowie das Holzpokal-Turnier bieten den Vereinsmitgliedern weitere Möglichkeiten, sich unter Wettkampfbedingungen zu messen.

Jugendtraining

Die Jugend trainiert ebenfalls freitags von 17:30 - 19:00 Uhr im Vereinshaus der Stadt Markdorf. Während der Schulferien findet kein Jugendtraining statt. Momentan kommen regelmäßig 15-20 Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren zum Training.

Mannschaftsspielbetrieb

Seit vielen Jahren beteiligt sich der Verein mit 4 Mannschaften an den Verbandsrunden des Schachverbandes Württemberg.

Weitere Aktivitäten

Wer vom Schachspielen am Vereinsabend und bei den Mannschaftsspielen noch nicht genug hat, dem bieten sich natürlich weitere Möglichkeiten im Rahmen von Verbandsturnieren, wie Kreismeisterschaften und Bezirksmeisterschaften, an denen sich Markdorfer Spieler regelmäßig beteiligen.

Die außerschachlichen Aktivitäten des Vereins reichen vom jährlichen "Rehessen" bis hin zu Ausflügen mit den Angehörigen der Vereinsmit glieder.

Vorstand 2008
(Großbild)

Das Bild zeigt den Vorstand des SK Markdorf aus dem Jubiläumsjahr 2008, v.l.n.r.:
Benjamin Rauscher, Kurt Wecker, Rudi Eizenhöfer, Roland Graf,
Dr. Wolfgang Dönitz, Mato Kolas, Klaus Ebel, Dr. Dieter Knödler

Mehr als 60 Jahre Schachklub Markdorf

📄 Schachklub Markdorf 50 Jahre 2008 (.pdf)

1958 - Gründung

Der Schachklub Markdorf wurde im Jahre 1958 gegründet. Am 30. November fand die Gründungsversammlung im Gasthaus "Walser" statt, nachdem eine Gruppe schachbegeisterter Markdorfer Bürger während einer Fernsehübertragung von der Schacholympiade in München spontan den Entschluss gefasst hatte, das königliche Spiel in Markdorf populär zu machen.

Zu den Gründungsmitgliedern zählten Karl Busch, Walter Funk, Hermann Grohlig, Hugo Jochum, Georg Jonda, Georg Kahlert, Werner Kraus, Kurt Labor, Willy Landgraf, Erich Lorenz, Kurt Rühl, Franz Schmid, Rudolf Schneider, Hans und Josef Waggershauser.

Gründungsmitglieder 1978 Gründungsmitglieder ganz groß (100KB)

Das Bild entstand 1978 anlässlich des 20jährigen Klubjubiläums. Es zeigt einige Gründungsmitglieder des Schachklubs Markdorf, v.l.n.r. J.Waggershauser, Kahlert, H.Waggershauser, Busch, Jochum, Grohlig, Funk, Landgraf, Rühl, und Labor. Kurt Labor ist als einziger noch heute im Verein aktiv.

Seit 1982 ist der Schachklub Markdorf "e.V." - eingetragener Verein.

1958-1973 - Anfangsjahre

Bis zum Jahre 1973 starteten die Markdorfer im Badischen Landesverband. Doch wegen der geographischen Randlage, der damit verbundenen langen Fahrten, und oft ungünstigen Straßenverhältnisse erfolgte 1973 der Übertritt zum Württembergischen Landesverband, wo die 1. Mannschaft in der Bezirksklasse startete.

Ende der 1970er - Großer Aufschwung

Nahm man noch bis zur Saison 1977/78 mit nur zwei Mannschaften am Verbandsspielbetrieb teil, so erlebte das Markdorfer Schach Ende der siebziger Jahre einen großen Aufschwung. Maßgeblich verantwortlich dafür war eine hervorragende Jugendarbeit von Falko Walther mit einer schachbegeisterten Jugend, wobei besonders die Brüder Rainer und Rudi Widmann, Harald Tillmann, Stefan Kastner und Dieter Knödler zu nennen sind.

Der 1.Mannschaft gelang 1979 der Aufstieg in die Landesliga. Die Mitgliederzahlen stiegen und in der folgenden Saison wurde eine dritte Mannschaft aufgestellt. Im Jahre 1981 folgte dann eine vierte Mannschaft und von 1984 bis 1996 beteiligten sich schließlich fünf (8er) Mannschaften am Verbandsspielbetrieb.

1982 - Aufstieg in die Oberliga

Durch den glücklichen Umstand, dass der ehemalige Spitzenspieler von Friedrichshafen Dr. Johannes Schröder nach Markdorf umzog, konnte ein weiterer Erfolgsgarant für den Verein gewonnen werden. Mit Dieter Borkhart, einem Oberliga erfahrenen Spieler aus Stuttgart und alten Schulfreund von Rainer Widmann, war dann eine Mannschaft komplett, die in der Saison 1981/82 in der Landesliga ihre Gegner geradezu deklassierte.

Rudi Widmann vs Viktor Kortchnoi (Großbild, 70KB)

Rudi Widmann beim Simultanschach in Friedrichshafen gegen Großmeister Viktor Kortchnoi im Jahr 1982 umringt von einer Schar von Kiebitzen.

In der Saison 1982/83 stieß dann noch das damalige oberschwäbische Jugendschachtalent Markus Baldauf aus Lindenberg i.A. zur Mannschaft. Mit 16:0 Punkten stieg man ungeschlagen in die Oberliga auf.

2008 - 50-jähriges Jubiläum

Die Feiern zum 60-jährigen Vereinsjubiläum kamen leider etwas zu kurz. Lediglich der Preisfond für das 21. Gehrenberg Schnellschachopen am 5.8.2018 wurde erhöht.

Heute

Der SK Markdorf ist weiterhin aktiv in der Verbandsrunde vertreten und engagiert sich stark in der Jugendförderung. Das jährliche Gehrenberg Schnellschachopen gehört zu den Highlights im regionalen Schachkalender.

Geschichten, die das (Schach)Leben schrieb

Trollinger oder die Schachkonzentration

An einem Spielabend im Markdorfer Schachklub - die Vereinsmeisterschaft war mitten im Gange - saßen die Spieler enggedrängt im abgeteilten Nebenzimmer im Gasthaus "Adler". Die Bedienung hatte die Bestellung aufgenommen und brachte das Übliche: Bier, Spezi, Wein. Jedoch blieb ein Glas Rotwein übrig, als alles verteilt war.

"Wer bekommt den Trollinger?" - keine Antwort. Hilfreich fragte ein Spieler laut: "Wer hat einen Trollinger bestellt?" - Stille. Der Wein bleibt stehen. Noch zweimal, als die Bedienung erneut kam, wurde rundgefragt: "Wer kriegt den Trollinger?" Niemand meldete sich.

Eine halbe Stunde später hob Schachfreund W. den Kopf vom Brett, vor dem er die ganze Zeit angestrengt brütend gesessen hatte. "Wo bleibt denn eigentlich mein Trollinger?" Er war über das Gelächter, das die Frage auslöste, sehr erstaunt.

Seegfr örne

Als im Jahr 1963 das Jahrhundertschauspiel der Seegfrörne den Bodensee begeh- und gefahrbar machte, traf es sich, dass eine Mannschaft des Schachklubs Markdorf ein Spiel gegen die Schachvereinigung Konstanz auszutragen hatte.

Ein Teil der Markdorfer wagte den Fußmarsch über das Eis, hatte sich natürlich dabei aber kräftig verschätzt, was die Zeit anging. Der Fußmarsch über das Eis dauerte eine gute halbe Stunde zu lang und die Uhren liefen bereits als die Markdorfer das Spiellokal erreichten.

Beflügelt durch den Trimm-Trab übers Eis, siegten die Markdorfer doch noch trotz des Zeitrückstandes.

King fight