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M. Seifried - P. Schmoll (VfB Friedrichshafen)
Ein viel versprechender Eröffnungszug in der Giuoco Piano Eröffnung. Schwarz manövriert den Läufer aufs Warteschleife, um mit seiner aktiven Stellung gegen den weißen d-Bauern vorzugehen.
Besser ist 11.Lxf6 Dxf6 12.Sd5 Dd8 (12. ..Dg6 ist auch möglich) 13.De2 und nun hat Schwarz folgende Alternativen: (a) 13. ..Sxd4 14.Sxd4 Dxd4 15.Tad1 De5 16.Df3 c6 17.a3 cxd5 18.exd5 mit besserem Endspiel für Schwarz (b) 13. ..Te8 14.Tad1 Lg4 15.Lb5 Le6 16.Sf4 mit Vorteil für Weiß.
(Diagramm) Der von Schwarz eingeschlagene Figurenaufbau entpuppt sich als sehr interessant. Nun folgen zwei Figurenopfer.
(a) 15.Sxe4 Dd4! wird sehr unangenehm für Weiß z.B. 16.Lf6 Dxa1 oder 16.Lg3 Dxd1 17.Tfxd1 f5 18.Lxc7 Lxh3 (b) 15.Te1 f6! 16.Lxc7 (16.Lg3? Sxg3 17.fxg3 De7) Dxc7 17.Sxe4 De7 18.Dd3 (18.Df3 ?! Lxh3 19.Dc3 Lg4 und Schwarz steht besser) Lxh3 19.gxh3 Df7 mit zweischneidigem Kampf.
[17.Dxe4 Dd4 -+]
[20. ..Dd3 21.Tfc1 ist nicht so klar]
[23.Te2 Dd1+ 24.Kh2 Df3 25.Te1 c5! oder 25. ..Dd3 -+]
[24.dxc6? Dc6! 25.Txe8+ Txe8 26.De2 Txa1#] [24.Te7 hilft auch nicht: ...Tad8! mit sehr starker Stellung von Schwarz] [24.Te2 scheitert ebenfalls 24. ..Tad8 25.Dd4 h5! 26.Td2 Dxd2 27.Dxd2 Lxh3 28.gh: h4 29.Lc7 Tde8 30.Kf2 Kg7 31.Tb1 b6 32.Tb4 Tc8 33.Td4 cxd5 34.Txd5 Txc7 35.Td7+ Tcf7 usw.] [11. Kf1 hilft auch nichts wegen 11. ..Sc1 12. d3 (sonst 12. ..d5) Dc2 -+]
[Auf 12. Kg2 folgt 12. ..Dg4 13. Kf2 Scd4 -+]
(Diagramm)
[Seifried]
← Zurück zur PartienlisteD. Knödler - F. Nagatz
Hier eine kleine Partie von den 37. Deutschen Jugendmeisterschaften 1983, die durch ein überraschendes Damenopfer entschieden wurde.
Weiß möchte gerne seinen Sg1 entwickeln, gleichzeitig aber nicht durch Lh3 seinen weißfeldrigen Läufer abtauschen lassen. Weiß stellt die Rochade erst einmal zurück. Er droht zwar mit h5 Schwarz ebenfalls die Rochade zu vermiesen, allerdings wird das Feld g4 geschwächt.
Eine ernst zunehmende Alternative wäre die Rochade gewesen, mit dem Plan im Zentrum mit c6 vorzugehen.
Mit dem folgenden Tausch des Lg4 werden die weißen Felder im schwarzen Lager empfindlich geschwächt. Weiß erlangt eine gefährliche Initiative.
(Diagramm)
[22. ...Kxh5 23. Lxf5+ Kg5 24. e4 #]
1-0[Knödler]
← Zurück zur PartienlisteDr. H. Scheck - C. Frick (Tü?)
Zu früh. Normalerweise wartet man mit 6. Sf3 e6 ab.
Sieht konsequent aus, da Schwarz noch nicht e6 gespielt hat. In Frage kam aber auch das solide 6. ..g6, wonach der weiße Aufbau mit c4-c5 strategisch wohl zweifelhaft ist.
Vielleicht wäre hier die Rochade solider gewesen. Psychologisch verursacht der Zug aber eine Fehlreaktion des Gegners.
Wohl der strategische Verlustzug, da der Damenflügel geschwächt wird (Felder a5 und b6).
(Diagramm) Nun droht z.B. 17. ..Sxe2 18. Dxe2 d4
Weiß ignoriert die Drohung und entwickelt sich einfach weiter.
Das war die Idee. Weiß hat nun einen Doppelbauern erhalten, der aber die strategisch wichtigen Felder e4 und g4 kontrolliert.
und Schwarz gab gleichzeitig auf angesichts 37. Dh3. [Scheck]
← Zurück zur PartienlisteT. Weiss - G. Böhm (Fasanenhof)
Obwohl alles noch aus der Theorie bekannt, hatte ich schon 90 min verbraucht.
Unbedingt nötig war 19. ..g6
verliert forciert. Besser ist noch 24. ..Dc6.
(Diagramm)
Das 5-zügige Matt 26. Txf8+ Txf8 27. Lxh7 Kxh7 28. Dh5+ Kg8 29. Txf8+ Kxf8 30. Dh8++ wurde übersehen, wie Dieter K. am Sonntagabend telefonisch mitteilte.
besser ist 30. Kxg2
Vergibt den Gewinn. Richtig ist 45. Kg3
und Remis, da Weiß dem Dauerschach nicht mehr ausweichen kann. [Weiss]
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