Mehr als 50 Jahre Schachklub Markdorf..

Gründung

Der Schachklub Markdorf wurde im Jahre 1958 gegründet. Am 30. November fand die Gründungsversammlung im Gasthaus "Walser" statt, nachdem eine Gruppe schachbegeisterter Markdorfer Bürger während einer Fernsehübertragung von der Schacholympiade in München spontan den Entschluß gefaßt hatte, das königliche Spiel in Markdorf populär zu machen. Zu den Gründungsmitgliedern zählten Karl Busch, Walter Funk, Herrmann Grohlig, Hugo Jochum, Georg Jonda, Georg Kahlert, Werner Kraus, Kurt Labor, Willy Landgraf, Erich Lorenz, Kurt Rühl, Franz Schmid, Rudolf Schneider, Hans und Josef Waggershauser. Dem Gründungsvorstand gehörten als 1. Vorsitzender Walter Funk, 2. Vorsitzender Karl Busch, Schriftführer Erich Lorenz, Kassierer Kurt Rühl und als Spielführer Rudolf Schneider an.

SKM Gründungsmitglieder 1978 Gründungsmitglieder ganz gross (100KB)

Das Bild entstand 1978 anläßlich des 20jährigen Klubjubiläums. Es zeigt einige Gründungsmitglieder des Schachklubs Markdorf, v.l.n.r. J.Waggershauser, Kahlert, H.Waggershauser, Busch, Jochum, Grohlig, Funk, Landgraf, Rühl, und Labor. Kurt Labor ist als einziger noch heute im Verein aktiv.

Seit 1982 ist der Schachklub Markdof "e.V." - eingetragener Verein.

Schachgeschichte

Bis zum Jahre 1973 starteten die Markdorfer im Badischen Landesverband. Doch wegen der geographischen Randlage, der damit verbundenen langen Fahrten, und oft ungünstigen Straßenverhältnisse erfolgte 1973 der Übertritt zum Württembergischen Landesverband, wo die 1. Mannschaft in der Bezirksklasse startete. Im 2. Anlauf wurde 1975 der Ausfstieg in die Landesliga geschafft, doch folgte nach einem Jahr gleich wieder der Abstieg in die Bezirksklasse. Gerade rechtzeitig zum 20jährigen Jubiläum gelang 1978 der erneute Aufstieg in die Landesliga.

Nahm man noch bis zur Saison 1977/78 mit nur zwei Mannschaften am Verbandsspielbetrieb teil, wobei die 1.Mannschaft in der Bezirksklasse spielte, so erlebte das Markdorfer Schach Ende der siebziger Jahre einen großen Aufschwung. Maßgeblich verantwortlich dafür war eine hervorragende Jugendarbeit von Falko Walther mit einer schachbegeisterten Jugend, wobei besonders die Brüder Rainer und Rudi Widmann, Harald Tillman, Stefan Kastner und Dieter Knödler zu nennen sind. Der 1.Mannschaft gelang 1979 der Aufstieg in die Landesliga. Die Mitgliederzahlen stiegen und in der folgenden Saison wurde eine dritte Mannschaft aufgestellt. Im Jahre 1981 folgte dann eine vierte Mannschaft und von 1984 bis 1996 beteiligten sich schließlich fünf (8er) Mannschaften am Verbandsspielbetrieb.

Durch den glücklichen Umstand, daß der ehemalige Spitzenspieler von Friedrichshafen Dr. Johannes Schröder nach Markdorf umzog, konnte ein weiterer Erfolgsgarant für den Verein gewonnen werden. Mit Dieter Borkhart, einem Oberliga erfahrenen Spieler aus Stuttgart und alten Schulfreund von Rainer Widmann, war dann eine Mannschaft komplett, die in der Saison 1981/82 in der Landesliga ihre Gegner geradezu deklassierte. Im Schnitt wurde jeder Mannschaftskampf mit 6½:1½ gewonnen. Aus dieser Saison resultiert auch der bisher einzige am Brett ausgespielte 8:0 Erfolg einer Markdorfer Mannschaft.

Rudi Widman gegen Viktor Kortchnoi (Grossbild, 70KB) Rudi Widman beim Simultanschach in Friedrichshafen gegen den Grossmeister Viktor Kortchnoi im Jahr 1982 umringt von einer Schar von Kiebitzen.

In der Saison 1982/83 stieß dann noch das damalige oberschwäbische Jugendschachtalent Markus Baldauf aus Lindenberg i.A. zur Mannschaft. Der beste Ingodurchschnitt der ersten 8 Bretter aller Verbandsligamannschaften ließ zwar einiges erhoffen, doch daß man mit 16:0 Punkten ungeschlagen in die Oberliga aufsteigen würde, kam dann doch für manche etwas überraschend. Lange Zeit lieferte man sich mit Tuttlingen ein Kopf an Kopf Rennen, doch schließlich hatten die Markdorfer im Schlußspurt den längeren Atem, und schon nach dem vorletzten Spieltag stand der Aufstieg fest. Ein weiterer großer Erfolg war 1983 der erstmalige Einzug ins Württembergische Endspiel um den 4er Mannschaftspokal. Zwar ging das Endspiel gegen den Oberligisten SV Marbach deutlich verloren, doch war man durch die Endspielteilnahme für die Runde auf Bundesebene spielberechtigt. Nach einem Sieg gegen den SV Landshut, schied man schließlich etwas unglücklich gegen den SC Bamberg aus.

D.Knödler gegen D.Pirrot (Grossbild, 50KB) Dieter Knödler bei der 37. Deutschen Jugendmeisterschaft 1983 in Ganderkesee bei Bremen. Die Partie gegen D.Pirrot, der heute in der 1.Bundesliga spielt, endete nach langem Kampf Remis. Dieter erreichte damals unter 18 Teilnehmern einen beachtlichen 9.Platz.

Ohne Respekt vor etablieren Oberligamannschaften gelang der frei aufspielenden Mannschaft aus der schachlichen Provinz in der Saison 1983/84 beinahe ein weiterer Durchmarsch, doch schließlich blieb am Ende nur der undankbare 2. Rang. Dieser berechtigte damals allerdings zu einem Stichkampf gegen den bayrischen Oberligavertreter aus Regensburg um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Leider konnte dann bei dem in Ulm stattfindenden Kampf nicht die beste Mannschaft aufgeboten werden, teilweise mangelnde Erfahrung und vor allem Nerven taten dann ihres zur knappen Niederlage bei.

Trotz oder gerade wegen der kleinen Enttäuschungen im Vorjahr stürzte man sich in der Spielzeit 1984/85 mit neuem Elan und Hoffnungen auf die Gegner. In einer der aufregendsten Spielzeiten landete man schließlich erneut auf dem 2. Tabellenplatz. Diesmal gab es leider keinen Stichkampf und besonders bitter war, daß die direkte Begegnung gegen den erstplatzierten SV Marbach äußerst knapp und unglücklich mit 4½:3½ verloren ging. Dieser Kampf wird wohl noch lange im Gedächtnis der Markdorfer bleiben, da ein Protestfall dabei eine entscheidende Rolle gespielt hat. Dieter Borkhart hatte nämlich beim Spielstand von 3½:3½ einen angeblich unleserlichen Abgabezug notiert, worauf der Marbacher Schiedsrichter die Partie als verloren für Markdorf wertete. Nach dem Einspruch Markdorfs widerruf das Verbandsschiedsgericht die Schiedsrichterentscheidung, und die Partie wurde nach der für den Markdorfer günstigeren Abbruchstellung fortgesetzt. In Gewinnstellung führte schließlich ein grober Schnitzer von Dieter Borkhart doch noch zum entscheidenden Partieverlust. Schon ein Remis hätte genügt und Markdorf wäre an Stelle von Marbach in die 2. Bundesliga aufgestiegen.

Markdorf - Cannstatt
(Grossbild 65Kb)
Mannschaftskampf Markdorf - Stuttgart/Cannstatt:
Rudi Widmann (links) und Dieter Knödler am Zug.

Die Spielsaison 1985/86 kennzeichnete einen kleinen Umbruch in der 1.Mannschaft. Aufgrund berufs- und studienbedingten Belastungen zogen sich Dieter Borkhart und Rainer Widmann aus der Mannschaft zurück, Markus Baldauf konnte nur zweimal eingesetzt werden. Dem Umstand, daß eine gute Mannschaft gewöhnlich weitere gute Spieler anzieht, hat es Markdorf zu verdanken, daß nach den erfolgsverwöhnten Jahren nicht ein jäher Absturz erfolgte. Aus Ravensburg stieß mit Albrecht Weidel ein oberschwäbischer Spitzenspieler zur Mannschaft, der in den folgenden Jahren immer solide Leistungen liefern sollte. Jungtalent Ferdinand Stoll aus Kißlegg nutzte die ihm gebotene Gelegenheit sich mit 6 aus 6 für höhere Ziele vorzubereiten. Am Ende einer durchwachsenen Oberligasaison belegte Markdorf letztendlich den 4. Platz.

Die Spielzeit 1986/87 leitete ein kleines Zwischentief ein. Die Abgänge von Ferdinand Stoll und Markus Baldauf rissen ein schweres Loch in die Spielstärke der 1.Mannschaft, welches auch die nachdrängende Markdorfer Jugend mit Sonja Schröder und Thomas Weiß nicht ganz stopfen konnte. Nach einer glücklos verlaufenden Saison, in der die meisten Spiele nur äußerst knapp verloren gingen, hieß es dann: Abstieg in die Verbandsliga.

Verstärkung erhielt die 1.Mannschaft 1987 durch Wolfgang Seifried, einem Spitzenspieler aus der nahen Umgebung Markdorfs. Spieler aus der 2. Mannschaft rückten in die 1.Mannschaft und die Markdorfer Jugend wurde jetzt durch Michael Schröder vertreten. Aber die Hoffnungen auf einen sofortigen Wiederaufstieg wurden gleich beim ersten Mannschaftskampf jäh gebremst. Der weitere Saisonverlauf stand dann eher im Zeichen der Konsolidierung, am Ende blieb Platz 4. Zwar gelang 1988 zum zweiten Mal der Einzug ins Württembergische Endspiel im 4er Mannschaftspokal, doch einmal mehr ging der Finalkampf verloren, diesmal gegen Stuttgart- Wolfbusch. Dafür schlug man gleich in der ersten Runde auf Bundesebene die Schachfreunde aus Karlsruhe. Der folgende Kampf gegen den SV Hof war an Dramatik kaum zu überbieten. Nach 6 Stunden Spielzeit führte Markdorf mit 1½:½ Brettpunkten, die beiden restlichen Partien mußten gemäß dem Reglement jedoch abgebrochen und zur Abschätzung eingeschickt werden. Eine Partie wurde als Remis, die andere als verloren für Markdorf bewertet. Der Endstand von 2:2 bedeutete aber aufgrund Berliner Wertung trotzdem das Aus für Markdorf. Ein erfreulicher Höhepunkt in der Spielzeit 1987/88 war der Aufstieg der aus vielen Jugendspielern bestehenden 2.Mannschaft in die Landesliga, wo sie sich einige Jahre mit gutem Erfolg behaupten konnte.

Ab der Saison 1988/89 kämpfte der in Markdorf arbeitende Spitzenspieler Jürgen Längl für Markdorf um Punkte. Mit hochmotivierten Spielern gelang schließlich mit 15:3 Mannschaftspunkten der Aufstieg in die Oberliga. Auf dieser Aufstiegswoge reitend gelang 1989 erneut der Einzug ins Württembergische Endspiel im 4er Mannschaftspokal und diesmal gewann man gegen Stuttgart-Fasanenhof überzeugend. Einen schachlichen Leckerbissen bot 1989 die Simultanveranstaltung von Großmeister Dr. Robert Hübner an 40 Brettern. Fünf Spieler remisierten gegen GM Hübner und seine drei einzigen Niederlagen mußte der Großmeister gegen die Markdorfer Ernst Muchalla, Thilo Kohler und Dieter Knödler hinehmen. Wenige Wochen nach dieser Veranstaltung empfing Markdorf in der ersten Runde auf Bundesebene im 4er Mannschaftspokal den mehrmaligen Deutschen Meister Bayern München. Als ob die Simultanveranstaltung eine Warnung gewesen wäre, lies Bayern München mit GM Hübner, IM Bischoff, GM Hecht und Reich nichts anbrennen. Den Ehrenhalbenpunkt erkämpfte sich Dr.Schröder gegen IM Bischoff an Brett 2.

Hübner - Knödler (Grossbild 60Kb) Das Bild entstand 1989 in der 1.Runde des 4er Mannschaftspokal Wettbewerbs auf Bundesebene gegen Bayern München. Im Vordergrund GM Dr. Robert Hübner (links) und Dieter Knödler bei der Analyse. Im Hintergrund sieht man am 2. Brett Dr. Johannes Schröder (rechts) in seiner Partie gegen IM Klaus Bischoff (verdeckt)

Der Zuzug des NRW-Liga erfahrenen Hans Marzik verstärkte die Markdorfer 1.Mannschaft in den folgenden Jahren, in welchen sich die Markdorfer als solide Oberligamannschaft etablieren konnte. Der große Enthusiasmus und die Erfolge der Anfangsjahre schienen sich allerdings nicht mehr einstellen zu wollen. Die Saison 1989/90 endete mit einem 3. Platz, ebenso wie die Spielzeit 1990/91. Traurig war 1991 der Abstieg der 2.Mannschaft in die Bezirksklasse, welcher den Abstand zwischen erster und zweiter Mannschaft wieder größer werden lies.

Obwohl mit Wolfgang Konle ein starker Oberligaspieler von Stuttgart-Wolfbusch zum Verein kam, war die Saison 1991/92 gekennzeichnet durch Abstiegsängste. Denn andere Oberligamannschaften hatten sich in den vorangegangenen Jahren teilweise duch IM's und GM's verstärkt. Am Ende erreichte Markdorf noch den rettenden siebten Schlußplatz.

Die Saison 1992/93 war erneut durch Spielerwechsel gekennzeichnet. Albrecht Weidel kehrte etwas Oberliga müde geworden zu seinem Heimatverein Ravensburg zurück. Hans Marzik zog berufsbedingt in den Norden Deutschlands und Wolfgang Konle mußte ebenfalls berufsbedingt vom Schachspiel etwas mehr Abstand nehmen. Ausgeglichen wurde dies allerdings durch ein zweijähriges Gastspiel von Schachglobetrotter Holger Namyslo aus Biberach und dem Zuzug von Hergen Scheck. Mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis endete die Saison für Markdorf auf dem 6. Platz.

Die Saison 1993/94 beendete vorläufig die Präsenz von Markdorf in der Oberliga Württemberg. Nachdem einige Spieler nicht zu ihrer gewohnten Form fanden, besiegelte ein schwerer Einbruch der Mannschaftsleistung in der zweiten Saisonhälfte den Abstieg. Als kleines Trostpflaster wurde Markdorf 1994, wie auch in den folgenden drei Jahren, 4er Mannschaftpokalsieger von Oberschwaben, doch auf Württembergischer Ebene konnte man keine Bäume mehr ausreißen. Sehr erfreulich hingegen war der Aufstieg der 2.Mannschaft in die Landesliga, wie so häufig getragen von der Markdorfer Jugend.

Der Abstieg der 1.Mannschaft in die Verbandsliga war begleitet von einigen Sielerabgängen: Holger Namyslo zog es zurück nach Biberach, Hergen Scheck und Wolfgang Seifried verschlug es berufsbedingt in andere Teile Deutschlands. Trotzdem spielte man in der Saison 1994/95 lange Zeit um den Aufstieg mit, doch im letzten Spiel verlor man enttäuschend gegen nur sechs Lindenberger Spieler. Am Ende blieb nur Platz 4.

Die Spielzeit 1995/96 begann mit einer vielversprechenden ersten Hälfte. Nach einem schweren Ausrutscher gegen WD Ulm blieb man zwar im weiteren Saisonverlauf Ravensburg auf den Fersen, doch es reichte nur noch zum dritten Schlußrang.

Nachdem einige der vielversprechenden Markdorfer Jugendspieler wegen Studium oder Zivildienst nicht mehr verfügbar waren, und damit die erhoffte Spielstärke nicht aufgeboten werden konnte, blieb in der Spielzeit 1996/97 nur ein 6. Platz im Mittelfeld. Der Abstieg der 2.Mannschaft aus der Landesliga und der 3.Mannschaft aus der Kreisklasse waren eine weitere traurige Konsequenz der vielen Spielerabgänge in den vorangegangenen Jahren.

Abstieg in die Landesliga..

Ganz besonders bitter kam es aber für Markdorf in der Saison 1997/98. Mit Jürgen Längl verließ ein langjähriger zuverlässiger Punktesammler den Verein, Aufstellungsschwierigkeiten schwächten die 1.Mannschaft zusätzlich und schließlich konnten wichtige Spiele nicht gewonnen werden. Als Folge daraus stand schon nach dem vorletzten Spieltag der Abstieg in die Landesliga fest.
Zum 40-jährigen Vereinsjubiläum wurde Anfang September 1998 zum ersten Mal das Gehrenberg Schnellschachopen veranstaltet. Mit 68 Teilnehmern, einem GM und einigen IM am Start, war das Turnier sowohl quantitativ als auch qualitativ gut besucht. Den ersten Preis holte sich mit 6.5 Punkten (aus 7 Partien) souverän der grosse Turnierfavorit GM V. Epischin.

In den Spielzeiten 1998/99 und 1999/2000 spielte die 1. Mannschaft dank des Neuzugangs von Dr. Florian Gagel immer an der Spitze mit. In der Saison 1998/99 musste man sich nur Langenau knapp geschlagen geben. In der Saison 1999/200 wurde die Landesliga von Post SV Ulm II klar dominiert. Für die Markdorfer blieb auch nur wieder der undankbare 2. Platz.
Das im September 2000 zum dritten Mal durchgeführte Schnellschachopen erfuhr duch die finanzielle Unterstützung unseres Schachfreundes M. Bendel ein Namensänderung und wird jetzt jährlich unter dem Namen Bendel Telepoint Schnellschachopen durchgeführt.

..und Wiederaufstieg in die Verbandsliga

Mit unveränderter Besetzung gelang dann in der Saison 2000/2001 der Wiederaufstieg in die Verbandsliga in einen spannenden Finale. Die Auslosung wollte es, daß in der letzten Runde die Mannschafts- und Brettpunkt gleichen Spitzenreiter der Landesliga, Weiler und Markdorf, in der direkten Begegnung aufeinander trafen. In einem spannenden Kampf behielten schließlich die Markdorfer mit 5:3 gegen die mit einem IM und zwei weiteren Verstärkungen angetretenen Gäste die Oberhand. Erfolgreichste Punktesammler in dieser Saison waren Dr. Florian Gagel mit 5 Pkt. aus 6 Partien und Thomas Arnold mit 6,5 aus 8.

Kein Glück in der Verbandsliga..

Trotz einem etwas überraschendem Auftacktsieg gegen Biberach in der Saison 2001/02 hatten es die Markdorfer in der Verbandsliga recht schwer. Mit dem Berufsbedingten Ausfall von Samuel Schindler war die Mannschaft zudem schwächer als im Vorjahr. Einzig die ersten drei Bretter konnten mit dem Niveau der Spielklasse mithalten und erreichten einer Erfolgsquote von über 50 Prozent. Mit etwas mehr Glück hätte man sich vielleicht halten können, doch schliesslich mussten die Markdorfer mit dem letzten Platz vorlieb nehmen und den Abstieg in die Landesliga antreten.
Ein kleines Trostpflaster war im Jahr 2002 der Gewinn des Oberschwäbischen Titels im 4-er Mannschaftspokal. Kleines Kuriosum am Rande: In diesem Jahr hatten sich nur zwei Mannschaften aus Oberschwaben zu diesem Wettbewerb angemeldet! Auf Württembergischer Ebene kam dann aber gegen HP Böblingen auch gleich das Aus.

Zurück in der Landesliga strebte die 1. Mannschaft in der Saison 2002/03 gleich wieder den Aufstieg an. Nach einem Dämpfer gegen Ravensburg waren die Aussichten jedoch geschwunden. Gegen wen sollte Ravensburg noch Punkte verlieren? Doch diese zeigten am Ende Nerven und nach der vorletzten Runde lag Markdorf an der Tabellenspitze, Punktgleich mit Ravensburg, aber mit einem halben Brettpunkt mehr. Die Aussichten für den Aufstieg waren gut: Markdorf hatte in der letzten Runde den vermeintlich leichteren Gegner Mengen und Ravensburg musste gegen Jedesheim antreten, die sich langsam auf den dritten Platz vorgeschobenen hatten. Aber das Unerwartete passierte. Jedesheim gewann knapp gegen Ravensburg und Markdorf verlor durch einige grobe individuelle Fehler gegen Mengen. Damit war Jedesheim der lachende Dritte und Aufsteiger.
Einen besseren Erfolg bescherte dem Verein die 2. Mannschaft, die in der Kreisliga mit 12:2 Mannschaftspunkten und einem deutlichen Vorsprung vor Weiler den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte.

Die Saison 2003/04 versprach keine grossen Erfolge für die Markdorfer Mannschaften. In der 1. Mannschaft stand F. Gagel aus beruflichen Gründen und C. Dönitz durch ein Auslandstudienjahr nicht zur Verfügung. Bedingt durch diesen Spielermangel konnte seit über zwanzig Jahren auch keine 4. Mannschaft mehr aufgestellt werden. Für die 1. Mannschaft war ein Aufstieg damit ziemlich unwahrscheinlich und die Chancen der 2. Mannschaft auf den Klassenerhalt waren leider auch gering. Schliesslich erreichte die 1. Mannschaft in der Landesliga einen soliden Mittelplatz und die 2. Mannschaft musste gleich wieder den Abstieg antreten.
Ein schachlicher Höhepunkt der Saison war die Ausrichtung der Oberschwäbischen Einzelmeisterschaften vom 20.-23. Mai 2004 in Markdorf. In der Stadthalle Markdorf fanden Schachspieler aus ganz Oberschwaben 4 Tage lang hervorragende Spielbedingungen vor. Bericht und Ergebnisse

Saison 2004/05: Zurück in die Verbandsliga

Nach der Rückkehr von Florian Gagel und Christian Dönitz machte sich die 1. Mannschaft in der Saison 2004/05 berechtigte Hoffungen auf den Aufstieg, nachdem gleich zu Saisonbegin die Schachfreunde aus Ravensburg knapp geschlagen wurden. Obwohl von den weiteren Kämpfen manche nur knapp gewonnen wurden, hatte man am Ende mit 17:1 Mannschaftspunkten die Nase vor den ständigen Verfolgern aus Ravensburg. Fleissigster Punktesammler war Hans-Ulrich Östreicher mit 6,5 aus 9.
Siegermannschaft Landesliga 2004/05 (Grossbild 120Kb) Mannschaftsmeister der Landesliga 2004/05:
v.l.n.r, hintere Reihe: Christian Zdzuj, Dr. Florian Gagel, Christian Dönitz, Hans-Ulrich Östreicher
vordere Reihe: Dr. Dieter Knödler, Zlakto Jurisic, Thomas Arnold, Dr. Johannes Schröder
Die 2. Mannschaft belegte nach ihrem Abstieg gleich einen ausgezeichneten 2. Platz in der Kreisliga. Gegen die souverän aufspielenden Schachfreunde aus Wetzisreute war ein Wiederaufstieg leider nicht drin. Hans-Erwin Schmidt lieferte mit 5 aus 6 seinen Beitrag zum guten Abschneiden der Zweiten. Die 3. Mannschaft hatte, wie fast schon üblich, mit vielen Ersatzproblemen zu kämpfen und landete in der A-Klasse auf einem soliden Mittelplatz.

Für die 1. Mannschaft brachte die Saison 2005/06 überraschende Erfolge in der Verbandsliga. Obwohl nach DWZ Durchschnitt eher dem hinteren Drittel zugeordnet, zeigte die Erste ausgezeichnete Leistungen. Zeitweise lag man zusammen mit Biberach sogar an der Tabellenspitze. Generell hatte die Verbandsligasaison sehr viele Überraschungen zu bieten. Es konnte fast jede Mannschaft jede schlagen. So blieb die Aufstiegsfrage offen bis zur letzten Runde. Vor der letzten Runde lag Markdorf I mit 10 Mannschaftspunkten auf Platz 3 hinter Biberach und Pfullingen mit je 11. Niemand erwartete, dass beide Spitzenreiter ihre letzten Kämpfe verlieren würden. So kam es, dass Markdorf I den Ausfall von drei Stammspielern aufzugleichen hatte und schliesslich nur mit 7 Mann auswärts in Bebenhausen klar verlor. Die Überraschung war am Abend gross, als bekannt wurde, dass Biberach und Pfullingen ihre Spielen verloren und Tübingen als lachender Vierter schliesslich in die Oberliga aufsteigt. Trotzdem ist der 5. Tabellenplatz für Markdorf I ein Erfolg, den vor der Saison niemand erwartet hatte. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Florian Gagel, der mit 8 Punkten aus 9 Partien das beste Einzelergebnis aller Spieler in der Verbandsliga erzielte. Fast ähnlich erging es Markdorf II. Vor der letzen Runde sogar an der Tabellenspitze hätte ein knapper Sieg zum Aufstieg genügt. Doch zum letzten Mannschaftskampf gegen Friedrichshafen II musste auf das "Ebnersche Familientrio" aus beruflichen Gründen verzichtet werden. Ersatzgeschwächt ging der Mannschaftskampf dann schliesslich auch verloren. Trotzdem ist der 2. Tabellenplatz ein sehr ordentliches Ergebnis. Die 3. Mannschaft hatte in dieser Saison überhaupt kein Glück. Der letzte Tabellenplatz spiegelt nicht das wirkliche Leistungsvermögen der Mannschaft wider. Es bleibt zu hoffen, dass die Dritte in der nächsten Saison mit weniger Aufstellungsproblemen zu kämpfen haben wird, denn in der B-Klasse wird seit einigen Jahren nur mit 6er Mannschaften gespielt. Ein ausserordentliches Erlebnis für viele Vereinsmitglieder war die Teilnahme an der Veranstaltung "Baden-Württemberg spielt" am 9.4.2006 im Neuen Schloss in Meersburg. Bei dieser Werbeveranstaltung für Spiele aller Art zeichnete sich der SK Markdorf für Schach verantwortlich. "Simultan am laufenden Band" und ein Schachpreisrätzel wurden von einem unerwartet grossen Publikum sehr positiv aufgenommen. Ausführlicher Bericht

Mit einer deftigen 2:6 Auftaktniederlage gegen Pfullingen startete Markdorf 1 in die Saison 2006/07, wobei auf die zwei Stammspieler F.Gagel und C.Döntz verzichtet werden musste. Nach einer erneuten Niederlage gegen den späteren Aufsteiger Ebersbach gelang endlich in der dritten Runde ein knapper Sieg gegen Esslingen, zwei wichtige Mannschaftspunkte gegen den Abstieg. Mit weiteren Siegen gegen Kirchheim und Langenau schien das Abstiegsgespenst erst mal gebannt. Doch mit einer enttäuschenden Leistung und Niederlage gegen das nominell schwächere Spaichingen kamen die Abstiegsängste wieder auf. Mit vollem Einsatz konnte aber schliesslich mit Siegen gegen Biberach und Bebenhausen 2 der Klassenerhalt gesichert werden. Auch eine deutliche Niederlage in der Schlussrunde gegen Jedesheim änderte daran nichts.
Die 2. Mannschaft erreicht in der Kreisklasse einen guten Mittelplatz. Die 3. Mannschaft hatte nach dem Abstieg in der B-Klasse erst mal die Aufgabe einen freien Fall nach unten zu verhindern. Schliesslich bremste man sich auf einem Platz im Mittelfeld ein.

Die Saison 2007/08 begann für die 1. Mannschaft sehr erfreulich. Gleich in der ersten Runde wurde der Aufstiegsfavorit Langenau überraschend geschlagen und das mit drei (!) Ersatzspielern. Matchwinner waren Hans-Erwin Schmidt mit einem überraschenden Sieg gegen Schneider, sowie Ernst Heinrich mit einem Remis gegen seinen 350 DZW Punkte stärkeren Gegner. Obwohl mit voller Mannschaft angetreten, wurde in der 2. Runde etwas überraschend auch noch Jedesheim geschlagen, eine der nominell stärksten Mannschaften der Verbandsliga. In der 3. Runde endete dann die Glücksträhne gegen Pfullingen. Erneut wieder mit drei Ersatzspielern angetreten gelang diesmal keine Überraschung. Nach einem diesmal klaren Sieg gegen Spaichingen folgte eine knappe Niederlage gegen den späteren Aufsteiger Deizisau. Nach dem knappen Sieg gegen Balingen war dann auch von Abstieg keine Rede mehr. Trotz, oder gerade wegen, zwei Ersatzspielern schlug man noch Ravensburg deutlich. Als ob diese Saison die Stunde der Ersatzspieler sein sollte, musste in der letzten Runde mit vier Ersatzspielern aber noch eine deftige Abschlussniederlage hingenommen werden.
Die 2. Mannschaft musste in dieser Saison hart kämpfen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Mit dem 5. Platz in der Kreisliga konnte man am Schluss zufrieden sein.
Der 4. Rang der 3. Mannschaft in der B-Klasse haben die Markdorfer ebenfalls ihren Ersatzspielern zu verdanken.

Das Jahr 2008 war gekennzeichnet durch das 50-jährige Vereinsjubiläum. Der Vereinsausflug führte den Schachklub Markdorf unter der Führung von Organisator Rudi Eizenhöfer nach Konstanz. Obwohl das Wetter nicht ganz optimal war, kam die Stadtführung bei allen Teilnehmern gut an. Selbst der 1.Vorsitzende, der schon seit mehr als 20 Jahren in Konstanz wohnt, konnte hier noch so manch Interessantes erfahren. Und hier gibt es einige Bilder zum Vereinsausflug.
Am Samstag, 4.Oktober 2008 führte der Schachklub im Einkaufszentrum PROMA in Markdorf eine Schachveranstaltung für Jedermann durch. Bei einem "Simultan am Laufenden Band" spielte ein Mitglied des Schachklubs gegen mehrere Gegner gleichzeitig. Kinder, Jugendliche und Erwachsene konnten jederzeit an einem freien Brett Platz nehmen, um sich mit dem Simultan Spielenden zu messen. Zusätzlich waren bei einem Schachrätsel Wettbewerb attraktive Preise zu gewinnen. Die Teilnahme war kostenlos. Die Publikumsresonanz bewegte sich im Rahmen der Erwartungen. Allen Helfern, die zu dieser gelungenen Veranstaltung beigetragen haben sei herzlichst gedankt. Bilder gibt es in der  Bildergalerie.
Zur Jubiläumsfeier am Sonntag, den 16.11.2008 trafen sich die Mitglieder des Schachklubs mit Begleitung zum Brunch im Restaurant "Krone" in Roggenbeuren. Die Beteiligung war erfreulich gross. Ob dies an der Tagezeit lag, oder daran, dass das Essen vom Schachklub übernommen wurde bleibt offen. Auf jeden Fall scheint es allen ganz gut gefallen zu haben.

Im Gegensatz zur vorangegangenen Saison war der Start in die Saison 2008/09 denkbar schlecht. Nach einer Startniederlage gegen Esslingen folgte eine bittere Niederlage gegen Rangendingen wobei erneut drei Ersatzspieler zum Einsatz kommen mussten, dieses Mal allerdings mit weniger Glück. Fast schon mit dem Rücken zur Wand stehend konnte dann aber Jedesheim knapp und glücklich besiegt und wichtige Mannschaftspunkte gegen den Abstieg gesichert werden. Ein Unentschieden gegen Nürtingen machte allerdings die kritische Mannschaftslage erneut deutlich. Es folgte eine deutliche Niederlage gegen nur sieben Spieler aus Langenau und nach der anschließenden katastrophalen 7:1 Schlappe in Pfullingen fand sich die 1.Mannschaft auf einem Abstiegsplatz wieder. Nur die Tatsache, dass PSV Ulm 2 und Esslingen genauso schlecht waren, lies gewisse Hoffnungen auf Rettung offen. Mit erneut zwei Ersatzspielern gelang dann ein wichtiger Sieg gegen Biberach, die damit ihre Aufstiegsambitionen begraben mussten. Mit neuer Hoffnung und voller Mannschaftsstärke trotzte man dem späteren Aufsteiger Ebersbach ein Unentschieden ab, war aber immer noch in Abstiegsgefahr. Doch vor der letzten Runde hatte man das Glück des Tüchtigen: Aufgrund der Tabellensituation in der 2.Bundesliga und Oberliga würden nur zwei Mannschaften aus der Verbandsliga Süd absteigen. Auch durch die Abschlussniederlage gegen PSV Ulm 2 konnte Markdorf nicht mehr vom rettenden drittletzten Rang verdrängt werden.
Die 2.Mannschaft erreichte einen sehr guten 2.Rang in der Kreisliga, die von Ravensburg 2 klar dominiert wurde.
Einen soliden 4.Platz im Mittelfeld errang die 3.Mannschaft in der B-Klasse.

Ein schachlicher Höhepunkt war die Ausrichtung der Oberschwäbischen Bezirks Einzelmeisterschaft 2009 in Markdorf. Vier heisse Tage lang war die Stadthalle in Markdorf von Schachspielerinnen und Schachspielern aus Oberschwaben bevölkert. Im A-Turnier sicherte sich Lokalmatador Dieter Knödler den Titel. Im B-Turnier konnte sich Roman Zeller aus Friedrichshafen unangefochten den Siegerpokal sichern. Den Titel der Bezirksmeisterin erspielte sich Marina Heil aus Wetzisreute. Bester Senior im B-Turnier war Bozo Starcevic aus Tettnang, bester Jugendlicher und gleichzeitig dritter in der Gesamtwertung des B-Turnier war Florian Hörsch aus Langenau.
Bericht und Ergebnisse der OSBEM 2009
In diesem Jahr verzichtete der Schachklub auf die Teilnahme beim Stadtfest, nicht nur aufgrund der Durchführung der Bezirksmeisterschaften, sondern auch wegen der zunehmend schwieriger werdender "Helfersituation".

Die Saison 2009/10 begann für die 1.Mannschaft in der Verbandsliga mal wieder sehr erfolgreich. Den Siegen gegen WD Ulm und Langenau folgte zwar eine knappe Niederlage gegen Nürtingen, aber mit dem anschliessenden Sieg gegen den Aufstiegsanwärter Pfullingen 1 waren alle Abstiegsgespenster bereits vertrieben. Die Saison bendete Markdorf nach einer peinlichen Niederlage in der Schlussrunde gegen Pfullingen 2 auf einem ungefährdeten 4.Platz.
Markdorf 2 konnte sicher dem Abstieg aus der Kreisliga entrinnen.
Die 3.Mannschaft verpasste in der B-Klasse nur knapp den Aufstieg. Punktgleich mit Weiler 2 lag man nur durch die Brettpunkte zurück.

Die Vereinsmeisterschaft endete in dieser Saison mit eine Überraschung. Nachdem fast Jahrzehnte lang Hannes Schröder und Dieter Knödler die Meisterschaft unter sich ausgemacht hatten, gelang es diesmal Christian Zdzuj den Meistertitel zu erringen. Eine fast noch grössere Überraschung war der 3. Platz von Mark Regel.

Einen weiteren Erfolg für den Verein verbuchte Dieter Knödler. Bei den Oberschwäbischen Einzelmeisterschaften 2010 in Jedesheim konnte er seinen Titel mit 5.5 Punkten aus 7 Partien verteidigen. Allerdings war es diesmal denkbar knapp, denn auf Platz 2 landete punktgleich das Jedesheimer Jungtalent Jaroslaw Krassowizkij, der nur die etwas schlechtere Feinwertung aufwies.

Das 13. Gehrenberg Schnellschachopen am 1.8.2010 konnte mit einem Teilnehmerrekord aufwarten. 91 Teilnehmer, einer mehr als im bisherigen Rekordjahr 2007, fanden sich in Markdorf zu einem auch qualitativ sehr gut besetzten Turnier ein. Hier gibt es die ausfühlichen Ergebnisse.

Am grünen Tisch dem Abstieg entkommen

Die Saison 2010/11 war für die 1.Mannschaft sehr schwierig. Aufgrund Krankheit und Beruf fehlten bewährte Stammkräfte. Etwas ausgeglichen wurde dies durch das sehr gute Resultat von Robert Savic, der mit 5.5 Punkten einer der Topscorer der Mannschaft war. Aber unter dem Strich war auch das zu wenig. Etwas Pech in einigen wichtigen Kämpfen führte schliesslich nur zu Platz 8, was eigentlich den Abstieg in diese Saison bedeutete. Um so erfreulicher war dann die Nachricht der Verbandspielleitung, dass sich der SC Weiler freiwillig aus der Verbandsliga in die Landesliga zurückzieht und Markdorf deshalb in der Verbandsliga verbleibt.
Die 2. Mannschaft erreichte einen ordentlichen Mittelplatz in der Kreisliga. Zu Saisonbegin hatte man noch gefürchtet, dass die etwas überalterte Mannschaft gegen den Abstieg zu kämpfen hat.
Die 3. Mannschaft spielte immer um den Aufstieg mit. Und seit langer Zeit waren auch mal auch mal wieder zwei Jugendliche in der Mannschaft mit dabei. Am Ende reichte es leider nur zu Platz 2.

Saison 2011/12: Abstieg aus der Verbandsliga

Nachdem man im Vorjahr aufgrund des Rückzugs einer Mannschaft noch einmal in der Verbandsliga mitspielen durfte, kam in der Saison 2011/12 nun doch der Abstieg aus der Verbandsliga für die 1.Mannschaft. Erneut musste mit Ersatzproblemen gekämpft werden und erneut fehlte in einigen Matches das Glück. Ganz krass war das Heimspiel gegen Nürtingen, bei dem es zunächst nach einem klaren Sieg für Markdorf aussah. Dann kippten aber gleich mehrere Partien und Markdorf verlor schiesslich noch. Auch gegen vermeintliche Abstiegskandidaten konnte man kaum Punkten, so dass man am Ende auf dem 9.Platz dem klaren Abstieg ins Auge blicken musste.

Die 2.Mannschaft belegte in der Kreisliga erneut einen soliden Mittelplatz. Überdurchschnittlich gepunktet hatten dabei aber nur Wolfgang Dönitz und Norbert Schäfer.

Auch die 3.Mannschaft belegte entgegen aller Befürchtungen in der A-Klasse einen guten 5.Platz. Im Vorjahr war man noch in der B-Klasse gestartet. Aufgrund von diversen Rückzügen einiger Mannschaften konnte die Dritte aber in die A-Klasse aufrücken. Klaus Ebel und Benjamin Rauscher waren dabei die Top-Scorer der 3.Mannschaft.

Seit vielen Jahren konnte der Schachklub mal wieder eine 4.Mannschaft aufstellen. Das lag weniger an vielen neuen Mitgliedern, sondern vielmehr daran, dass die A- und B-Klasse mit 6er Mannschaften spielten. Der 3.Platz war auch gleich ein toller Erfolg.

Nach 2009 und 2010 konnte sich Dieter Knödler 2011 zum dritten Mal in Folge die Oberschwäbische Einzelmeisterschaft sichern. Bei dem in Mengen ausgetragenen Turnier liess er seine Konkurrenz mit 6 aus 7 diesmal deutlich hinter sich.

Das 14. Gehrenberg Schnellschachopen am 7.8.2011 konnte erneut mit einem Teilnehmerrekord aufwarten. Mit 108 Teilnehmer überschritt man zum ersten Mal die magische Grenze von 100. Qualitativ war das Turnier ebenso stark besetzt. Hier gibt es die ausfühlichen Ergebnisse.

Saison 2012/13: Sofortiger Wiederaufstieg in die Verbandsliga

Sensationell gelingt der 1.Mannschaft gleich der Wiederaufstieg in die Verbandsliga. Zu Saisonbegin waren die Aussichten auf einen direken Wiederaufstieg gering, da mit Weiler ein grosser Konkurrent und Aufstiegsfavorit erwachsen war. Zunächst lief die Saison ganz ordentlich. Gegen Weiler konnte man aber die unverhofften Chancen - Weiler musste auf zwei ihrer Spitzenspieler verzichten - nicht nutzen und kam auswärts nur zu einem 4:4. Dann gab es gegen den Abstiegskandidaten Obersulmetingen zu Hause auch nur ein enttäuschendes 4:4. Als ob man gar nicht aufsteigen wollte, kam dann in der vorletzten Runde ein weiteres 4:4 gegen den Absteiger Blaustein hinzu. So warem vor dem letzten Spieltag Weiler und Markdorf punktgleich, wobei Weiler einen halben Brettpunkt mehr hatte. Markdorf löste seine Aufgabe gegen PSV Ulm 2 dann jedoch souverän mit 7:1 und Weiler erreichte nur ein unentschieden gegen WD Ulm. (Bericht zur zentralen Schlussrunde)

Die 2.Mannschaft belegte in der Kreisliga einen guten 3.Rang. Marc Regel war hier der erfolgreichste Punktesammler. In der A-Klasse gelang es der 3.Mannschaft nur knapp dem Abstieg zu entkommen. Die 4.Mannschaft schlug sich sehr wacker in der B-Klasse. Mannschaftspunktgleich mit dem Aufsteiger belegten die Markdorfer den 2.Platz.

Die Vereinsmeisterschaft endete mit einer kleinen Sensation: Zum ersten Mal sicherterte sich Hans-Ulrich Östreicher den Titel. Die vermeintlich grossen Favoriten hatten dabei das Nachsehen.

Das 15. Gehrenberg Schnellschachopen am 5.8.2012 war von den Teilnehmerzahlen her leider etwas enttäuschend. Nur 68 Teilnehmer fanden den Weg nach Markdorf. Hier gibt es die ausfühlichen Ergebnisse.

Erneut nur noch 3 Mannschaften

In der Saison 2013/14 kann der Verein nur noch 3 Mannschaften aufbieten. Die Überalterung zeigt hier seine Wirkung, denn einige der älteren Mitglieder können aus gesundheitlichen Gründen die Mannschaftskäpfe nicht mehr bestreiten. Aber es gibt auch Licht am Horizont. In der Jugend können sich zwei Markdorfer für die Württembergischen Jugendmeisterschaften qualifizieren: Aikko Wiethoff bei der U12 und Lena Hass bei der U12.

Für die erste Mannschaft war von Anfang an klar, dass es gegen den Abstieg gehen würde. Doch dann lief die Saison unerwartet gut, obwohl es nach der Niederlage gegen den Mitabstiegskonkurrenten Hohentübingen zwischendurch düster aussah. Doch mit einem klaren Sieg gegen Balingen und einem etwas überraschenden Sieg gegen Tübingen endete die Saison für Markdorf auf dem guten 4.Rang.

Die zweite Mannschaft belegte in der Kreisliga den 5.Rang, wobei dafür zwei klare Siege ausreichten. Markdorf 3 wurde in der A-Klasse leider ohne Mannschaftspunkte Letzter.

Das 16. Gehrenberg Schnellschachopen am 4.8.2013 war mit 91 Teilnehmern wieder sehr gut besucht, aber die Qualität an der Spitze liess etwas zu wünschen übrig. Hier gibt es die ausfühlichen Ergebnisse.

..schon wieder Abstieg

Nachdem die vorangegangene Saison so gut für die Markdorfer lief, machte man sich auch in der Saison 2014/15 einige Hoffungen auf den Klassenerhalt, obwohl Markdorf zu den nominell schwächeren Mannschaften zählte. Aber die ersten fünf Matches gingen alle verloren. Erst mit den Siegen in Runde 6 und Runde 7 waren wieder Chancen auf den Klassenerhalt vorhanden. Doch eine erneute Niederlage in Runde 8 gegen Tabellenschlusslicht Fils-Lautern besiegelte den Abstieg der Markdorfer aus der Verbandsliga.

Markdorf 2 konnte sich mit dem letzten Match gerade noch in der Kreisliga halten. Markdorf 3 belegte einen Mittelplaz in der A-Klasse.

Das 17. Gehrenberg Schnellschachopen am 10.8.2014 hatte mit 77 Teilnehmern eine etwas schwache Beteiligung. Dafür gaben sich eininge Titelträger die Ehre. Ausfühlichen Ergebnisse.

Meister der Landesliga 2015/16

Zurück in der Landesliga war das Ziel für Markdorf 1 der sofortige Wiederaufstieg. Gleich in der ersten Runde traf Markdorf auf seinen stärksten Konkurrenten Tettnang. In einem spannenden Kampf siegte Markdorf etwas glücklich 5:3. Diesen Vorsprung konnte Markdorf dann bis zum Ende der Saison halten, obwohl zwischendurch ein 4:4 gegen Langenau 2 die Markdorfer ziemlich nervös werden lies. Auch am letzten, zentral in Jedesheim ausgetragenen Spieltag der Landesliga, wurde es gegen Mengen nochmals spannend, aber auch hier war das Glück den Markdorfern hold (siehe Bericht).

Markdorf 2 wurde zwar letzter in der Kreisliga, dürfte aber mangels aufstiegswilliger Mannschaften in der Kreisliga verbleiben. Markdorf 3 mussten hingegen den Abstieg antreten.

Bei der Jugend machte ein neuer Shooting Star auf sich aufmerksam. Der 10-jährige Erik Bravo Granström dominierte in seiner Altersklasse klar und bei der Vereinsblitzmeisterschaft belegte er den sensationellen dritten Rang.

Das 18. Gehrenberg Schnellschachopen am 9.8.2015 war mit 94 Teilnehmern erneut sehr gut besucht. Hier gibt es die ausführlichen Ergebnisse.

...wird fortgesetzt!

King fight

Geschichten, die das (Schach)Leben schrieb

Trollinger oder die Schachkonzentration

Eine Begebenheit, wie sie sich wohl in jedem Schachverein schon dutzende Male abgespielt haben:
An einem Spielabend im Markdorfer Schachklub - die Vereinsmeisterschaft war mitten im gange - saßen die Spieler enggedrängt im abgeteilten Nebenzimmer im Gastaus "Adler", die Bedienung hatte die Bestellung aufgenommen und brachte das Übliche: Bier, Spezi, Wein. Jedoch blieb ein Glas Rotwein übrig, als alles verteilt war. "Wer bekommt den Trollinger?" - keine Antwort. Hilfreich fragte ein Spieler laut: "Wer hat einen Trollinger bestellt?" - Stille. Der Wein bleibt stehen. Noch zweimal, als die Bedienung erneut kam, wurde rundgefragt: "Wer kriegt den Trollinger?" Niemand meldete sich. Eine halbe Stunde später hob Schachfreund W. den Kopf vom Brett, vor dem er die ganze Zeit angestrengt brütend gesessen hatte. "Wo bleibt denn eigentlich mein Trollinger?" Er war über das Gelächter, das die Frage auslöste sehr erstaunt.

Seegfrörne

Als im Jahr 1963 das Jahrhundertschauspiel der Seegfrörne den Bodensee begeh- und gefahrbar machte, traf es sich, daß eine Mannschaft des Schachklubs Markdorf ein Spiel gegen die Schachvereinigung Konstanz auszutragen hatte. Einmalig war dabei die Gelegenheit den Konstanzern zu zeigen, daß man sie - wie Weiland der Reiter über den Bodensee - trockenen Fußes quer über den See erreichen konnte. Ein Teil der Markdorfer wagte den Fußmarsch, hatte sich natürlich dabei aber kräftig verschätzt, was die Zeit anging. Der Fußmarsch über das Eis dauerte eine gute halbe Stunde zu lang und die Uhren liefen bereits als die Markdorfer das Spiellokal erreichten. Beflügelt durch den Trimm-Trab übers Eis, siegten die Markdorfer doch noch trotz des Zeitrückstandes.